[Historische Fälle]

In diesem Teil befinden sich Krankenakten von ca. 1995-1999. Verweise auf prähistorische Software sind deswegen zu erwarten.
Diese Geschichten sind entgegen anderslautenden Behauptungen nicht erfunden, sondern selbsterlitten.
Wer's nicht glaubt, soll mal eine Woche Schulungen oder Support machen.
Was man da zum Teil erlebt, kann sich keiner ausdenken. :-(
Schickt uns neue Geschichten!

Hewlett-Becker (Anonym)

ich hab mal wieder einen Kunden an der Leitung gehabt, der meine ellenlange Meldeformel nicht abwarten konnte. Da passiert dann natürlich folgendes:
Engineer: "Microsoft Product Support bei Hewlett Packard, ..."
Kunde: "JAAAAAA guten Tag Herr Becker, mein Name ist *blubbersprudel*"
Engineer: "Sie können gerne auch Hewlett zu mir sagen!"
Einen Vorteil hätte das ganze ja gehabt, hätte ich den Kunden nicht doch noch aufgeklärt: Seine Beschwerden über Herrn Becker... also über jemanden, der gar nicht hier arbeitet!
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil (Erlitten von Matthias Kabel)

Gestern habe ich eine Schulung über Pegasus Mail für Windows gehalten. Dabei habe ich auch die Filterregeln erläutert.
Heute kam eine Anruf, daß der Benutzer sich Filterregeln eingerichtet habe und diese nicht funktionieren würden. Ich also runter. Typischer Fall von Klickibunti. Einfach auf ein Icon geklickt, Filterregeln für neue Post eingerichtet, (stand auch groß im Fenstertitel) und sich dann gewundert, daß die Ausgangskopien nicht erfaßt wurden. Auf die Idee, das Menü durchzulesen, wo schön "Filterregeln für neue Post" und "Filterregeln für Ausgangskopien" steht, ist der Benutzer natürlich nicht gekommen.
Netterweise kann man die Filterregeln nicht so einfach kopieren.
Exkursion ins Real Life (Anonym)

Auch im normalen Leben gibt es DAUs. So ein Klassenkamerad, als er interessiert die neuen Video-Werbe-Video-Beam-Projektoren in der Münchner U-Bahn betrachtet hat. Er zeigt auf den Projektor und meint: Und das da muss die Fernbedienung sein. Klar, großer Fernseher, große Fernbedienung.
Hier Trinkhalm einstechen? (Erlitten von Malte Steckmeister)

Okay, ich bin hartgesotten und mich - so als Nebenjob "administriere" ich ein paar Netzwerke in den Büros meines Daddies - kann (fast) gar nix mehr umhauen... Dachte ich zumindest, bis mein Auftraggeber mich ansprach: "Schau Dir doch mal das CD-ROM-Laufwerk von Frau X an"

Ich (leicht verwirrt): "Hä? Die hat gar kein CD-ROM!" (Schließlich baut man bei DAUs ja nur das absolut dringendst notwendige an Hardware in den Rechenknecht, um nicht unnötige Fehlerquellen zu haben).

Naja, meiner einer wandert also zu dem Rechner und läßt sich das alles von Frau X erklären. Sie hätte da ne CD-ROM zugeschickt bekommen und die hat sie unbedingt ausprobieren wollen (jaja, Frauen SIND neugierig). Nachdem diese nun auch unter brutalster Gewaltanwendung nicht in den Schlitz des 3,5" Disklaufwerkes rein wollte, hat sie es doch tatsächlich fertiggebracht, die CD durch einen nicht mit einer Blende versehenen Einbauslot IN DEN RECHNER ZU WERFEN!!! Kloing!

Mir ist bis heute nicht ganz klar, was sie sich dabei gedacht hat (oder wirft sie zuhause ihre Musik-CDs in irgendwelche Schubladen und wundert sich, daß keine Musik ertönt???).
Oh Mutter! (Erlitten von Andreas)

Meine Mutter schreibt seit vielen Jahren ihre Texte auf einem mittlerweile recht alten Amiga 2000. Der brauchte neulich mal ein neues Netzteil und nachdem ich ihn repariert und sie ihn nach der Reparatur wieder zusammengestöpselt hatte, rief sie mich an, weil der Monitor schrarz blieb.

Die üblichen DAU-Checks blieben ergebnislos (Netzstecker war drin, Monitorkabel auch) und auch der Bootvorgang schien erfolgreich ("Schnupselts erst eine Weile? blinkt die "Hard Drive"-Leuchte? Und dann ist Ruhe? --OK").

Ich hab mich dann nochmal eingehend nach der Varkabelung erkundigt, aber alles, auch Maus & Keyboard, war eingesteckt, Rechner lief, Monitor war an, Kontrast- und Helligkeitsregler in mittlerer Position (Gesprächsdauer jetzt: > 10 Minuten).

Also nochmal: Jedes Kabel vom einen Ende zum anderen verfolgt und WORAUF gestoßen? Das Tatstaturkabel steckte im TTL-Port des Monitors (Ja, der 1081 hatte noch sowas und gemeinerweise eine DIN-Buchse, die genau paßt).

Das fand ich schon recht lustig, aber weggeworfen hab ich mich über die Begründung (wohlgemerkt: nach vielen Jahren mit dem Rechner): Das sei ihr plausibel erschienen, weil das, was sie tippe, ja auch auf dem Monitor erscheine.

Wo sie Recht hat, hat sie recht...
Höflichkeit bringt einen weiter? (Erlitten von Nikki Britz ;-)

Ich betreue eine Mailingliste auf der ziemlich rigoros jedes Attachment weggefiltert wird. Die betreffende Mail wird dann abgewiesen und der Benutzer bekommt eine entsprechende Fehlermeldung mit Hinweis auf die möglichen Ursachen. Dies passiert auch bei Mail im HTML-Format. Ein Teilnehmer hatte es nun aber in vielen Versuchen nicht geschafft seinem Outlook beizubringen ohne HTML zu mailen und gab auf. Er schickte also ein unsubscribe name@domain.de an die entsprechende Adresse und ... die Mail bestand aus HTML und konnte nicht verarbeitet werden. Daraufhin schickte das Userlein ein please unsubscribe name@domain.de.
8-)
Das hat in sofern geholfen, dass ich Erbarmen hatte und ihn selber abmeldete.
Do legst di nieder... (Erlitten von Oliver Regehr)

Neulich bei der Beratung eines Rechenzentrums in Deutschland....:

Nun ich hab' nun der der Telekom 100 Mark für 'nen ISDN Zugang gezahlt und hab' auch schon mich hier in der Uni angemeldet. Wann krieg ich denn das Internet nach Hause gelegt?
Aber das Problem ist noch, daß mein Windows sowieso noch nicht richtig funktioniert....Irgendwie scheinen die Schriften nicht zu funktionieren....Immer wenn ich irgendwo ein Passwort eingeben muss, mal der Computer nur Sternchen.....
Huuuaaaargh! (Name des Leidensgenossen ist dem Webmaster bekannt)

In einer unserer Abteilungen sind die Mitarbeiter umgezogen und haben neue PC's bekommen. Man beachte das diese vorher noch nie im Leben einen PC gesehen haben. Ich übernahm die benutzerspezifische Einrichtung der PC's und baute sie danach ab, damit die Umzugsfirma die Möbel aufstellen konnte. Die Benutzer bekamen die strenge Anweisung, die Rechner nicht anzufassen und schon garnicht aufzustellen.

Als ich nach dem die Büros eingerichtet waren, die Rechner aufstellen wollte, standen die Rechner zu meinem Erstaunen schon aufgebaut unter den Tischen. Und nun ging das Grauen los. Einzelheiten möchte ich ersparen, wie die endlose Anzahl vertauschter PC's, die ich selber wieder auseinander und neu aufbauen durfte. Hier das Gröbste:

User: "Mein Monitor geht nicht."
Ich sehe was ich vorher noch nie sah: Die hatte doch tatsächlich den Tastaturstecker mit dem Monitor verbunden! Und zwar mit der für das Stromkabel vorgesehenen Buchse. Zum Glück war die Situation noch zu retten.

Lichtwellenleiter wurden mit Gewalt in die Buchsen gestopft, lösen ließen die sich jedenfalls nicht mehr. Und dann beschweren sich diese Idioten auch noch, Ich hätte keine Ahnung, weil ich den PC nicht zum Laufen bringe. (wie auch?)

Eine Benutzerin kapierte selbst noch 20maliger Erklärung plus Vorführung nicht, das man den Rechner mit Start>Beenden>Herunterfahren ausschaltet.
Kabelsalat mit Dressing (Erlitten von Johannes Hemmerlein)

Bei der Kundin fährt der Rechner nicht mehr runter, und der Powerschalter führt nur zum Suspend. Da sie zu doof ist, den Resetknopf zu drücken, tue ich folgendes:

Engineer: "Nun ja, wenn Sie keinen Resetknopf haben, und den Rechner nicht mehr ausschalten können, dann ziehen Sie doch einfach den Netzstecker!"
Kundin: "OK. Ist das der, der in der Steckdose steckt?"
Engineer: "Ja. Ziehen Sie ihn einfach kurz raus, und dann stecken Sie ihn wieder ein."
Kundin (fluchend unter dem Schreibtisch): "Verflixt, das ist ein Kabelsalat..."
Das letzte was ich höre, ist eine Stimme bei der Kundin im Hintergrund: "Zieh doch einfach den Stecker vom Verteiler raus..." und dann das Besetztzeichen. Meine Rückrufversuche sind ebenfalls gescheitert, da mich eine freundliche Stimme informiert: "Der gewünschte Anschluss ist vorübergehend nicht zu erreichen!"
Flieg nicht so hoch, mein kleiner Freund (Erlitten von Johannes Hemmerlein Part 2)

Als ich einen Kunden zurückrufe, um zu prüfen, ob sein Problem jetzt endlich gelöst ist, passiert folgendes:
Kunde: "Oh, Sie rufm ganz umpassend an.. passt's nächste Woche Mittwoch?"
Engineer: "Wieso? Ist das Problem denn nicht gelöst?"
Kunde: "Nun ja.. ich *schnauf* hab mal eben meinen Computer zum Fenster rausg'worfm..."
Deal mit dem Teufel? (Erlitten von Johannes Hemmerlein, die Dritte)

Kunde: "Wenn ich jetzt F8 drücke - Heisst das, ich trete damit mein Leben an Microsoft ab?"
Engineer: "Nein, sie verkaufen lediglich Ihre Seele"
Ich denke also bin ich? (Das vierte Leid von Johannes Hemmerlein)

Ich *ahem* *peinlichsei* supporte Windoze NT, und mich hat ein User an der Hotline gefragt, warum denn das 'whoami' nicht mehr dabei ist. Ich war echt erstaunt, dass MS dieses simple whoami aus Windoze NT rausgenommen hatte, und eskalierte meine Frage weiter.

Offizielle Antwort aus Muenchen:
"Whoami ist nur was für Leute mit ALZHEIMER!"
Zitterpartie für Mäuse (Erlitten von Andreas Fuchs)

Ich durfte mal bei einer Firma einen Ferialjob machen, die ein Netz mit Win95 Clients hatte. Soviel zur Ahnung der Benutzer dort.

Eines Tages fiel eine Maus an einem solchen win95 client aus; ich war stiller Zeuge der Reperaturversuche, die unternommen wurden:
1. Am Kabel wackeln
2. reboot - geht net
3. Am Kabel wackeln
4. reboot - geht net
An dieser Stelle haben die Leute dort einen "Techniker" (ist doch ein non-administration Netz, also wieso kompetente Leute?) geholt, der zwar nicht wirklich als Techniker durchgehen würde, aber auf jeden Fall war er scheinbar für die Rechner dort "zuständig". Der sollte das Problem beheben; Der Arbeitsablauf war folgender:
1. Am Kabel wackeln
2. reboot - geht net
3. Am Kabel wackeln ohne reboot - geht net.

danach hat er sich dazu durchgerungen, die Rollen der Maus zu begutachten: "Haben Sie eine Schere?" - die Kollegin reicht ihm eine Schere - *KRACH* der Ring, der die Kugel festhält, wird auf brutale Weise hinausgestemmt - "Hm, da ist nichts hin." - er nimmt die Schere und stemmt den Ring mit der selben Energie, mit der er ihn entfernt hat, wieder hinein, danach noch 2x kabel wackeln und reboot und die Maus funktionierte wieder ohne Probleme.
Brettl vorm Kopf (Auch erlitten von Andreas Fuchs)

Es gibt auch Luser, die sogar zugeben können, daß sie keine Ahnung haben: :-)

(eine Freundin F, die gerade (nicht sehr erfolgreich, aber zwangsweise) versucht, sich mit Linux anzufreunden ruft mich I an:)
F: Hallo, kannst du mir bitte Hilfe mit Linux geben?
I: Ja, sicher, was ist denn falsch?
F: Ich will eine Diskette mounten. das Kommando "mount /dev/fd0 /floppy" ist doch grundsätzlich richtig, oder?
I: Ja. und was geht nicht?
F: Na, es geht nicht.
I: Ok, aber wie lautet die Fehlermeldung?
F: "/dev/fd0 is not a valid Block device" heißt es dort.
I: oh. das ist schlecht. hast du eine diskette eingelegt?
F: Nein. Kann's das sein?
I: Ja, das kann _unter umständen_ zu Fehlern führen. (*kichernunterdrück*. sie merkt es)
F: ok, ich schau mal nach. *warten*
F: Ja. jetzt gehts. Lach nicht! Ich kann doch nicht zum Diskettenlaufwerk sehen, wenn ich ein Brettl vor hab!
Erstmal frische Luft reinlassen? (erlitten von Marc Hildebrand)

Eigentlich wollte ich nur meine Lieblingsanekdote ausm Büro-Support loswerden (is' auch ganz kurz):

- Kollegin (verzweifelt): "Das mit dem Datei-Manager geht nicht!"
- Ich (noch nett): "Hm, fangen wir von vorne an. Machen Sie erstmal das Fenster wieder zu."
- Kollegin schaut verwirrt zum Fenster: "Das ist doch zu!"
Links ist da, wo der Daumen rechts ist? (erlitten von Anne Pohl, Ulm)

DAU: He hallo, der Doppelklick geht nicht
Anne: ??? Wieso (denkt sich: DAU klickt schnell genug, das kann's nicht sein)
Anne: Aehm, ja Sie muessen auch die linke Maustaste nehmen...
DAU: Heeee, geht immer noch nicht!!!
Anne: ??? Aehm, ja die GANZ LINKE!
DAU: Oh, prima, jetzt geht's!
Vertrauen Sie Ihrem Arzt? (erlitten von Ulli 'Framstag' Horlacher, Stuttgart)

Meine Lieblings-DAU-Story, leider wahr und mir selber passiert als Benutzerberater an der Uni Ulm:

Kommt ein Doc aus der Klinik gegenueber zu mir in die Beratung:
User: "Ich moechte gerne Daten von Diskette auf die VAX ueberspielen."
Berater: "Kein Problem, dort im Terminalraum steht ein PC fuer Datentransfer, daneben liegt eine detailierte Anleitung."

Diese Anleitung hatte ich selber geschrieben und war meiner Meinung absolut DAU-sicher: ich hatte jeden Schritt aufgeschrieben, inklusive wo RETURN zu tippen ist und sogar vermerkt, dass mit RETURN die RETURN-Taste und nicht R E T U R N gemeint war (man kennt doch seine DAUs :-)

Aber bei Medizinern gilt Guertel-und-Hosentraeger-Prinzip; ich stellte mich hinter ihn und beobachtete was er anstellte:

Er nahm den Zettel, studierte ihn aufmerksam und schaute mich dann an. Ich nickte ihm aufmunternd zu. Er strahlte zurueck, und begann beim DOS-Prompt zu tippen:

"Um Daten mit dem PC zur VAX..."

DER HELD TIPPTE DIE ANLEITUNG AB, anstelle sie auszufuehren!!

Nachdem ich den ersten Schwindel ueberwunden hatte, versuchte ich ihm den Unterschied zwischen Abtippen und Ausfuehren einer Anleitung zu erklaeren...

Seine weiteren Fehler, wie das nicht-Einlegen der Diskette ins Laufwerk vor dem Transfer, waren dann belanglos und eh zu erwarten.
Geheimeingang?

Aus der Mail eines Privatkunden:

"Ich hab mein Mailpasswort vergessen und kann deshalb keine Mail mehr abrufen... bitte schickt mir das Passwort per Mail zu."
Server beenden

Zwei Leute sitzen vor einem WWW-Browser. Die Rechnerbesitzerin zeigt dem Besucher einige WWW-Seiten aus ihren Bookmarks, klickt sich nach jeder Seite aber immer erst mit dem BACK-Button auf ihre Startseite zurück, bevor sie zum nächsten Bookmark geht. Begründung: Ja ich muß doch erst die Verbindung zu dem vorigen Server beenden.
Verwirrung

Ich habe mal als Hiwi an einem Forschungsinstitut gearbeitet und hatte als Arbeitsrechner eine Linuxkiste auf der auch WinNT installiert war. Der Rechner stand nicht in der EDV, sondern in einem anderen Raum, wo auch ein paar Ahnungslose arbeiteten. Die Ahnungslosen verspürten irgendwann den dringenden Wunsch etwas an einem Rechner zu arbeiten. Nun stand da einer und der war sogar angeschaltet. Die Ahnungslosen schalteten den Monitor an und sahen sich mit einem Unix-login konfrontiert. Nach einigen erfolglosen Versuchen Befehle am Login-prompt abzusetzen ("Ja, dann hab ich da 'win' eingegeben") haben die Jungs die Kiste ausgeschaltet und wieder angeschaltet. Es kam - tatataaa - ein Bootmanager. Nach einigen vergeblichen Versuchen und unkoordiniertem Rumgedruecke von Tasten haben sie den Rechner dann abgeschaltet.
Als erstes habe ich dann einen Zettel an den Rechner geklebt. "Dieser Rechner wird nicht ausgeschaltet oder neu gestartet. Wer's trotzdem versucht, ..."

Ein Nachmittag in der Hölle

Als ich noch in Saarbrücken mein Dasein fristete, hatte mich eines Tages ein Bibliothekshiwi von den Wirtschaftswissenschaftlern, bei dem ich immer Schluessel fuer den CIPraum abholte, drauf angesprochen, dass ein Bekannter von ihm jemanden sucht, der ihn in die Geheimnisse von HTML einweist. Ich gab dem BIBmenschen meine EMailadresse und verabredete mich mit dem Lernwilligen fuer Freitag mittag im CIPraum. (Ist ja immer löblich, wenn jemand etwas lernen will.) Der Mensch, (nehmen wir an, sein Name sei Hinz), war schon da und pfriemelte an elm rum. Leider sollte sich bald herausstellen, daß Hinz von Computern nicht den Hauch einer Ahnung hatte. Erstmal versuchte er eine Mail zu forwarden, daß heißt das mit dem Forward habe ich erst durch kriminalistisches Nachfragen herausbekommen, denn Hinz deutete nur auf eine Mail und meinte "Die will ich schicken". Auch mit dem 'ee' (EasyEdit) hat Hinz seine liebe Not, obwohl der Editor eigentlich idiotensicher ist. Abspeichern und beenden mit [Esc s] und das musste ich ihm 6x erklären. *schnauf* Ich dankte Gott auf Knien, dass auf dem Studentenmailrechner 'ee' standardmässig als Editor läuft. Ich glaube, dem Knaben die Vorzüge des 'vi' zu erklären hätte mich den Verstand gekostet. Hinz hatte auch erhebliche Muehe zu kapieren, das elm ihm nicht mitteilen kann, das er die Mail schon verschickt hat, wenn er erst dabei ist, die Adresse einzugeben. *ausdemFensterspring* Dann wollte er wissen wie HTML geht und mir drohte schon eine Ohnmacht, weil er nicht wusste wie man ein Verzeichnis wechselt. Der hatte noch nicht mal ansatzweise was unter DOS gemacht. Ich musste den mehrmals dringend ermahnen, sich alles aufzu- schreiben, damit er nicht immer die gleichen Fragen stellen muss. Aber den Sinn dieser Übung hat er nicht so ganz eingesehen. Jedenfalls habe ich dann ee test.html eingegeben und ihm versucht in Millimeterarbeit klarzumachen, wie ein HTMLdocument aufgebaut ist. Allerdings ist es ziemlich verwegen, wenn man NULL Ahnung von Computern hat und noch nicht mal die Tastatur ansatzweise beherrscht, gleich beim "Programmieren" anzufangen. Ich erspare dem geneigten Leser jetzt mal weitere Details, aber es muss wirklich ein Bild des Jammers gewesen sein, denn zwei andere Menschen waren auch in der Sitzgruppe und grinsten mich mitleidig an. Der eine fragte mich dann ob mal gifs unter elm einbinden kann und der musste leider einsehen, dass man in textbasierten Programmen keine Graphiken haben kann. Und dann wollte er das ee Hilfefenster wegswitchen, nahm jedoch statt esc-z, ctrl-z, woraufhin ich heftig grinsen musste. 'fg' ist doch ein nettes kleines Commando um bei Unwissenden ein Guru-Image zu erzeugen. Irgendwann meint ich VÖLLIG entnervt zu Hinz, er möge sich bitte einen HTML-editor a la Hotdog besorgen und sich etwas intensiver mit Computern beschäftigen, damit er wenigstens lernt, die richtigen Fragen zu stellen, zumal man heute ohne EDV-kenntnisse als Akademiker eh keinen Job mehr bekommt. Er meinte, sowas bräuchte er nicht, weil er gehört hätte, man bekäme eh eine Sekretärin und ausserdem könne man ja EDV-kenntnisse in die Bewerbung reinschreiben, das wuerde ja ohnehin keiner nachprüfen. Und er würde sich demnächst mal eine Stunde mit einem erfahreneren User hinsetzen und sich WinWord beibringen lassen. Und das meinte der voellig ernst. Ist sowas zu glauben? /kipp

Impressionen aus einem Internetkurs an der Uni

Eine ganze Woche habe ich mich mit einigen ... nun, ich will sie mal 'Einsteiger' nennen, rumgeplagt und möchte nun einige Geschichten zum besten geben.

Vorbemerkung:
Im Schulungsraum des RZ stehen einige PCs rum auf denen u.a. Linux laeuft und sich die Schulungsteilnehmer ueber eine Gastkennung einloggen koennen.

Erlebnisse im Customer Support

Eine Dame ruft an und sagt, daß ein Kollege in einer anderen Filiale versucht eine Email zu schicken und daß die Email nicht ankommt. Ich werfe einen Blick ins Postmasterfolder und finde dort nichts. Im Laufe des Gesprächs stellt sich heraus, daß der Kollege die mail an domain.de geschickt hat, ohne Userangabe. Ich sage: "Ja, sie müssen schon einen Empfänger angeben, also Name, Klammeraffe, domain.de". Die Dame meint, aber das die Mail aber an die Firma und an niemand Bestimmten geht. Ich kann ihr dann doch klarmachen, dass user@domain.de das einzig erfolgversprechende ist. ;-)

Erlebnisse an der Hotline

Suchmaschinen


Hotliner: Dingenskirchen! Hotline, hallo?
Kunde: Jaaaaa, hallooooo, bin isch da bei Kliggischurfi?
Hotliner: ...ja.
Kunde: isch hab da mol a Frog, wie kann isch Yahoohoo unter Netschcape
inschtallieren?
Hotliner: ??? Wieso installieren? Yahoo ist eine Suchmaschine im WWW, das
koennen Sie nicht 'installieren'! Sie koennen sich die Yahoo Seite mit
Netscape anschauen und so nach Stichwoertern suchen!
Kunde: Aha [...] Und wie ischt die UERL?
Hotliner: http://www.yahoo.com.
Kunde: Ahhh, gut das isch des jetzt weees. Noch ne andere Fragee, da gibt
esch doch noch so nee Suchmaschine, Altavischta, oder so...?
Hotliner: Altavista, ja.
Kunde: Wie ischn die Addresche von der?
Hotliner: [Ich hole schon Luft und will es gerade sagen...]
Kunde: Ach, sagen sie se mer net, die kann isch ja mit Yahoohooo
raussuchen!

Verständigung


Hotliner: Dingenskirchen! Hotline, hallo?
Kunde: Guten Tag, bin ich da bei Klickisurfi?
Hotliner: ...ja.
Kunde: Ich habe Probleme ich kann [...] nicht und [...] nicht und [...]
klappt auch nicht richtig.
Hotliner: Ahja, was haben Sie denn fuer ein Betriebssystem?
Kunde: Ich habe einen Pentium 200 Pro mit 128 MB RAM und einer 9 GB
Festplatte *protz*
Hotliner: Ich wollte wissen, was Sie fuer ein Betriebssystem haben!
Kunde: Achso, entschuldigung, ich benutze Netscape.
Hotliner: was??
Kunde: Was meinen Sie jetzt?
Hotliner: Ich habe gefragt was Sie fuer ein Betriebssystem haben?
Windows95?
Kunde: Ja.
Hotliner: Gut, und wo waehlen Sie sich ein?
Kunde: Ich habe ISDN!

Bin isch da bei Kliggischurfi?


Hotliner: Dingenskirchen! Hotline, hallo?
Kunde: Bin isch da bei Kliggischurfi?
Hotliner: Nein, Sie sind bei der Klickisurfi Support Hotline der Firma Dingenskirchen!
Kunde: Oh, entschuldigung...[klick]

Gedächtnis


Hotliner: Dingenskirchen! Hotline, hallo?
Kunde: Hallo, ich habe mal eine Frage: ...
Hotliner: ...
Kunde: ...
Hotliner: ja?
Kunde: Mist, vergessen!

EDV Spezialisten


Hotliner: Dingenskirchen! Hotline, hallo?
Neukunde: GUTEN TAG, ICH KANN MICH NICHT BEI IHNEN EINWAEHLEN, WIESO SIND
IHRE SERVER SCHON WIEDER AUSGEFALLEN?
Hotliner: Z.Z. haben wir keine Ausfaelle, demnach gehe ich davon aus, dass
es an Ihrer Konfiguration liegt, koennen wir die mal durchgehen und
ueberpruefen?
Neukunde: WIESO?? BEI T-ONLINE FUNKTIONIERT ALLES!
Hotliner: Koennen wir die Konfiguration durchgehen?
Neukunde: NEIN! BEI MIR IST ALLES IN ORDNUNG! ICH HABE EINEN FREUND DER IST
EDV SPEZIALIST UND DER HAT ALLES BEI MIR UEBERPREUFT!
Hotliner: In der Zeit, in der Sie sich hier beschweren, haetten wir schon
lange die Konfiguration durchgehen koennen!
Neukunde: GUT, WENN SIE MEINEN, ABER ES LIEGT DEFINITIV NICHT AN MIR!
Hotliner: Ok, was haben Sie bei Proxy Configuration angeklickt?
Neukunde: KEIN PROXY.
Hotliner: Das ist falsch.
Neukunde: oh..
Blau ohne Alkohol? (Erlitten von Nikki 'dyfa' Britz)

Im Support: Kundin ruft an und jammert, sie könne sich einfach nicht mehr bei uns einwählen.
Ich: > "Bekommen Sie denn eine Fehlermeldung?"
Kundin: > "Ja, aber die hab ich mir nicht aufgeschrieben!"
Ich: > "..."
Kundin: > "Aber der Bildschirm wurde blau!!!"

*AUTSCH*


Die Seuche? (Erlitten von Dominique Stern)

Ich erhielt kürzlich ne Hoax Meldung. Als ich dann den Empfängern der Mail eine Erklärung schickte, was ein Hoax sei und auch auf andere Resourcen zum Thema hinwies, erhielt ich von einer Userin folgende Antwort:

"Ich hatte das Virus schon mal und ich muß sagen das es harmlos war und mein Computer wieder funktioniert. Es wurde durch eine AOL- eMail übertragen!!! Aber jetzt ist alles wieder beim alten und ich kann wieder schön den Leuten mailen die AOL haben!!!"

..und das, nachdem ich in meiner Mail lang und breit und IMO

Idiotensicher (aber scheinbar nicht AOL sicher ;-) erklärt hatte, was ein Hoax ist..

Lustigerweise kam dann von derselben Userin noch folgende Mail:
"Kleine Frage, woher haben sie eigentlich meine eMailadresse?"

Naja, wundert mich ja net dass in AOL keine Headerdaten angezeigt werden.. ist ja alles so toll kLiCkIbUnTi.. *g*
Kistenschieber? (Erlitten von Maximillian Ferstl)

Mein Textverarbeitungslehrer sagt immer :

"Ihr dürft die Computer nicht verschieben, dann können sie sich nicht mehr anmelden"

oder

Lehrer: "Hast du den PC verschoben ?"
Schüler: "Nö!"
Lehrer: "Aber der Stand vorhin 5 cm weiter vorne"
Schüler: "Und deshalb soll die Anmeldung nimmer funktionieren ????"
Lehrer: "Ha ja, Computer sind empfinliche Geräte"

Ein Leserbrief, der für sich spricht.

Seid nicht so überheblich, was kann ich dafür, dass ich nichts weiß (DAU). Die Wende hätte entweder viel früher oder um einiges später kommen sollen. Wer zu spät kam, braucht nun 'nen Hackerfreund. AMEN

Anmerkung: 10 Jahre sind natürlich eine verdammt kurze Zeit, da kann niemand irgendwas sinnvolles lernen. -dyfa-
Sprachstörung? (Erlitten von Nikki 'dyfa' Britz)

Auch ausgewachsene eigentlich unverDAUte Unixadmins leiden gelegentlich unter den Auswüchsen höchster Verwirrung. Ein befreundeter Admin hatte den Auftrag für einen Mitarbeiter die Spracherkennungssoftware von OS/2 zu testen. Also setzte er das mitgelieferte Headset auf und las den vorgegebenen Testtext vor und klickte auf den 'Ok'-Button. Leider kam immer wieder die Fehlermeldung: Eingabe unverständlich, bitte wiederholen Sie!
Der arme Mensch biss fast ins Keyboard, wiederholte aber brav immer wieder den Testtext bis ... ein zufällig ebenfalls anwesender Kollege das uneingestöpselte andere Ende des Headsets hinter dem Rechner hervorzog und meinte, ob es nicht sinnvoll wäre das Ding einzustöpseln.
In der nächsten Zeit lösten Worte wie 'OS/2' oder 'Spracherkennung' immer wieder seltsame Anfälle bei dem Bekannten aus. ;-)